Josef Andrle

bezahlbarer Wohnraum

freies WLAN

Verbesserungen beim öffentlichen Personennahverkehr

Beleuchtung von Wegen und Plätzen

Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsamt verbessern

Mehrgenerationenspielplätze in allen Stadtteilen

Verbesserung des Radwegenetzes

Naturschwimmbad an der Havel

Drehleiter (Hubrettungsfahrzeug) für unsere Feuerwehr

erweiterte Öffnungszeiten im Rathaus und mobile Bürgerbüros

gute Sportplätze

Unterfluraltglascontainer

kostenlose Laubentsorgung

Sachen gibt’s …

Auf der Internetseite unserer Stadt kann man eine „Anregungsmail“ schreiben. Zum ersten Mal hat die Verwaltung eine solche Anregungsmail weitergeleitet, dafür vielen Dank.

Diese „Anregungsmail“ ist so bemerkenswert, dass ich sie hier gerne veröffentliche.
Eine Ehepaar M. aus Berlin-Grunewald schreibt mit Bezug auf „Amtsblatt für die Stadt Hohen Neuendorf Nr. 6 vom 20. Juni 2015, Top 14 “Gemeinsamer Antrag der Fraktionen …. ” A 023/2015“ folgendes:

Liebe Mitbürger über die (noch) existierende Ländergrenze hinweg,

mit Interesse haben wir Ihre bewegende Diskussion in o.g. Sache verfolgt. Die (fast) versammelte Stadtverordnetenversammlung (SVV) und ihr Bürgermeister liegen hoffnungslos zerstritten miteinander im Clinch um die Frage: Soll die Stadt Hohen Neuendorf für viel Geld ein eigenes Hubrettungsfahrzeug respektive Drehleiter in der Garage zu stehen haben oder (wie bekanntlich in anderen Gemeinden und Städten praktiziert) jenes im seltenen Not- oder Übungsfall gelegentlich für kleines Geld ausleihen? Mit Verwunderung sehen wir von der SVV dazu ausschließlich eine Polemik unter Zuhilfenahme allgemeiner Termini wie “demographischer Wandel”, “demokratisch gefällten Beschluss” etc. Wenn “Die Frage der Erforderlichkeit … mit den Beschlüssen der SVV politisch beantwortet” sein sollte, kann man der Stadt Hohen Neundorf nur gratulieren: Es geht Ihr offenbar finanziell sehr gut! Wie sonst könnte man auf jegliche Erörterung wirtschaftlicher Für und Wider verzichten?! Als das alles entscheid ende Kriterium soll hier einzig gelten: “Der “politische(n) Willen(s) der SVV”! Ob das Schutzziel durch die Alternative einer Drehleiter von der sehr nahen Nachbargemeinde nicht gleichermaßen bedient werden könnte, wird hier nicht einmal erwähnt, geschweige erörtert. Das ist unzureichend und in sich nicht schlüssig. Man kann Hohen Neuendorf nur zu seinem Bürgermeister, der offenbar ein anderes Niveau der Diskussion gewohnt ist und sich deshalb bisher “uneinsichtig” gibt, nur gratulieren!!

Freundliche Grüße

Natürlich muss das kommentiert werden:
Offensichtlich waren M. noch nie in Hohen Neuendorf, zumindest nicht in der SVV. Ansonsten hätten sie den mehrjährigen Diskussionsprozess um das Hubrettungsfahrzeug verfolgt und könnten qualifizierte Aussagen zum Niveau der Diskussion machen. Gerade die wirtschaftlichen und die Sicherheitsaspekte wurden ausführlich diskutiert.
Dass ein “demokratisch gefällten Beschluss” unter Polemik fällt, sollte man nicht weiter kommentieren. Ich habe einmal nachgesehen, ob Grunewald ein Königreich ist, in dem einer nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten alles zum Wohle des Volkes entscheidet, aber bei Wikipedia steht:
„Grunewald ist ein Ortsteil im Westen des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf und wurde nach dem gleichnamigen Forst Grunewald benannt. Der Ortsteil zählt zu den wohlhabenderen Gebieten Berlins.“
Grunewald ist also kein Königreich.
Dass man aber einen Bürgermeister lobt, der seiner Pflicht nicht nachkommt, lässt tief blicken. Was immer man da auch sieht.

Ach ja, Sportplätze bräuchten wir nach der Logik des Ehepaar M. auch nicht bauen. Die kosten nur Geld, sie sind also unwirtschaftlich. Außerdem gibt es auch einen Sportplatz in der „sehr nahen Nachbargemeinde“.

Das sind die Momente, in denen mir bewusst wird, wie gerne ich in Hohen Neuendorf lebe.

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